Yogische Vollatmung – bewusstes Atmen für größeres Wohlgefühl

Yogische Vollatmung – bewusstes Atmen für größeres Wohlgefühl

Der Atem ist unsere Lebensenergie, dennoch schenken wir ihm im Alltag viel zu wenig Aufmerksamkeit. Bewusster auf die Atmen zu achten und diese nicht zu flach als reine Brustatmung auszuführen, nimmt einen wesentlichen Einfluss auf das Körpergefühl und die Versorgung des gesamten Organismus mit Sauerstoff. Ein Ansatz, sich intensiver mit der eigenen Atmung zu befassen, ist die Yogische Vollatmung. Bei dieser wird in alle drei wichtigen Atmenzonen des Körper hineingearbeitet, um durch einen besseren Sauerstoffaustausch eine größere Aktivierung des gesamten Körpers zu erreichen.

Das Grundprinzip hinter der yogischen Vollatmung

Die Vollatmung ist als gleichmäßige Bewegung in einem stetig fortlaufenden Fluss zu sehen. Die Atmung teilt sich in vier Phasen ein, die in gleicher Abfolge durchzuführen und bewusst wahrzunehmen sind. Die Phasen sind:

  • Tiefes Einatmen
  • Atempause/Halten des Atmens
  • sanftes Ausatmen
  • Atempause in der Leere

Mit einer größeren Erfahrung im Atemtraining sollten alle vier Phasen gleichlang sein, was alleine durch die Bewusstwerdung der verschiedenen Atemphasen möglich wird. Beim Einstieg in die spezielle Atemtechnik reicht es aus, die gleiche Länge der Einatmung und Ausatmung zu beachten. Außerdem sollten sich Anfänger der Pausen bewusst werden, die ganz automatisch nach dem Einatmen und Ausatmen eintreten.

Wichtige Grundsätze hinter der yogischen Vollatmung

Die Atmung des Yogis ist als natürlicher Fluss des Atemluft zu verstehen. Es bringt also nichts, die Luft fociert in die Lungen einzuziehen oder herauszupressen. Stattdessen soll ein Bewusstsein für die Atemphasen entstehen, ohne diese künstlich zu beeinflussen. Für die Pausen ist dies anders, bei diesen ist eine längere Ruhephase nach der yogischen Vollatmung bewusst zu steuern.

Ebenso wichtig ist, dass die Atmung in allen drei Zonen des Körpers gespürt wird: Im Bauch, in den Flanken sowie im Brustraum. Unsere alltägliche Atmung ist zu flach und zieht nur eine geringe Menge an Atemluft in den Oberkörper, das gesamte Potenzial der Sauerstoffaufnahme wird so nicht ausgenutzt. Für die Beobachtung der verschiedenen Atemzonen können Sie die Hände zur Hilfe nehmen. Atmen Sie ganz ruhig in der genannten quadratischen Bewegung und legen Sie dabei die Hände auf Ihren Bauch, Ihre Brust oder legen Sie diese seitlich in die Flanken. Versuchen Sie sich vorzustellen, dass Sie die eingezogene Atemluft in Richtung Ihrer Hände ziehen und so von einer tiefen Atmung profitieren. Gerade für den Bauch und die Flanken wird dies zu Beginn ein ungewohntes Gefühl sein.

Yogische Vollatmung für Fortgeschrittene

Haben Sie ein Gefühl für die unterschiedlichen Atmenzonen Ihres Körpers gewonnen, sollten Sie diese in einer vollen Atembewegung miteinander verbinden. Die Hände nehmen Sie hierzu nicht mehr zur Hilfe. Gedanklich sollten Sie die Einatmung der Luft von unten nach oben aufbauen. vom Bauch und den Rippen sollte die eingezogene Atemluft bis hinauf in die Brust gehen und so das gesamte Potenzial der Lungen nutzen. Das Ausatmen sollte ähnlich sanft erfolgen, durch das langsame Einholen des Bauches wird die Atemluft sanft nach außen gedrückt.

Sich täglich zehn bis 15 Minuten Zeit für die bewusste Atmung zu nehmen, wird beim regelmäßigen Betreiben Körper und Geist auf spürbare Weise mobilisieren. Im Idealfall werden Sie nicht nur auf yogische Vollatmung angewiesen sein, um von einer besseren Sauerstoffversorgung zu profitieren. Vielmehr wird sich bei längerem Betreiben eine tiefere Atmung

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