Hawaii als Sehnsuchtsziel – interessante Orte und Fakten

Hawaii als Sehnsuchtsziel

Wer an Hawaii denkt, der träumt von einem blauen Meer, dessen Wellen auf endlose Strände aus weißem, schwarzem, grünen oder sogar rotem Sand treffen. Eine einzigartige, auf Vulkanen gegründete Naturlandschaft hat eine einmalige Fauna und Flora hervorgebracht. Die ganz besondere Leichtigkeit, welche die Kultur der Inselkette auszeichnet, ermöglicht einen unbeschwerten Erholungsurlaub. Hawaii ist ein Mekka nicht nur für alle Wassersportler, sondern lädt auch zu Wanderungen in das Hinterland ein.

Die beeindruckenden Naturlandschaften Hawaiis

Einzigartig sind die Naturlandschaften Hawaiis. Zu der fast 3.700 Kilometer von Nordamerika entfernten Inselgruppe gehören nahezu 140, zumeist allerdings nicht bewohnte Eilande. Korallenriffe umgeben die Vulkaninseln. Am höchsten ragt der riesige Vulkanberg Mauna Kea empor, der etwa eine Million Jahre alt ist: Sein Anstieg vom Meeresboden beginnt 5.400 Meter unter der Oberfläche des Ozeans und endet erst bei 4.200 Metern über dem Meeresspiegel.

Sandstrand auf Hawaii (Honolulu)

Der benachbarte Mauna Loa Vulkan, der zuletzt 1984 ausbrach, erreicht zwar nur eine Höhe von 4.170 Metern, verfügt aber über eine derart gewaltige Masse, dass er die unter ihm liegende pazifische Kontinentalplatte eindrückt. Die weite Entfernung Hawaiis von anderen Landmassen hatte zur Entwicklung vieler nur auf der Inselgruppe heimischer Tierarten geführt. Etliche dieser endemischen Tiere sind allerdings in der Folge menschlicher Besiedlung der Inseln ausgestorben. Auf der Insel Oahu befindet sich der mit 53 Kilometern längste Fluss der Inselgruppe. Artesische Brunnen sind die hauptsächlichen Trinkwasserquellen auf Hawaii.

Sehenswürdigkeiten auf Hawaii

Zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört der 1916 eingerichtete Hawaii Vulkan-Nationalpark. Durch die sehenswerte Naturlandschaft, die von erkaltetem Lavagestein geprägt wird, lassen sich lange Wanderungen unternehmen. Zuweilen können Besucher am Vulkan Kilauea beobachten, wie flüssige Lava in das Meer fließt. Auch Mauna Kea und Mauna Loa gehören zu diesem Nationalpark. Verschiedene Museen auf Hawaii lohnen einen Besuch.

Das Polynesian Cultural Centre informiert in sieben Dorfanlagen über die Kulturen verschiedener polynesischer Inselgruppen. Das in Honolulu befindliche Bishop Museum zeigt Exponate aus der polynesischen Kultur. In Lahaina führt ein Museum in die Stadtgeschichte ein. Für Wassersportler ist das an der Nordküste gelegene Surfmuseum interessant. Bemerkenswert sind etwa sechzig auf Hawaii angelegte, insgesamt ungefähr 160 Hektar umfassende Fischteiche, die durch Felswände abgetrennt wurden, um das Eindringen von Salzwasser zu verhindern.

Zu den historisch bedeutsamen Bauwerken Hawaiis zählt das aus dem Jahr 1859 stammende Gerichtsgebäude im früheren Walfänger-Hafen Lahaina. Aus der Zeit des Königreichs Hawaii stammt der Iolani Palast, der der einzige Königspalast auf dem Staatsgebiet der USA ist. In Lanai befinden sich sehenswerte Felsmalereien. In Kauai können die Überreste eines alten Dorfes sowie von den Ureinwohnern angelegte Bewässerungsgräben besichtigt werden.

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Aus der Geschichte der Inselgruppe Hawaii

Die ersten der von anderen polynesischen Inseln stammenden Ureinwohner wanderten wahrscheinlich bis zum 8. Jahrhundert auf Hawaii ein. Mithilfe einer erstaunlichen Navigationstechnik gelangten Polynesier in ihren aus ausgehöhlten Baumstämmen bestehenden Auslegerbooten von den mehr als 5.000 Kilometer entfernten Marquesas-Inseln punktgenau nach Hawaii. 1778 entdeckte James Cook auf einer seiner Pazifikreisen die Inselgruppe, auf der er im Jahr darauf aufgrund einer unglücklichen Verkettung von Umständen von der einheimischen Bevölkerung getötet wurde.

Auf Hawaii bestand seit 1810 ein von Kamahameda I. gewaltsam geeintes Königreich. Mehrere bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts unternommene Annexionsversuche durch Russen, Engländer und Franzosen scheiterten. Dagegen wuchs im Zusammenhang mit mehreren Handelsabkommen und nach der Errichtung eines Flottenstützpunktes in Pearl Harbour im Jahr 1889 der US-amerikanische Einfluss. Nach einem Putsch gegen den König Hawaiis wurde 1894 die Republik ausgerufen. Während des spanisch-amerikanischen Krieges von 1898 wurde Hawaii durch die USA im Hinblick auf die strategisch wichtige Lage der Inselgruppe annektiert. Kultur und Sprache der einheimischen Bevölkerung wurden zunehmend verdrängt. Der im Jahr 1941 erfolgte Angriff Japans auf Pearl Harbour, dem bedeutendsten amerikanischen Stützpunkt im Pazifik führte zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg. Nach asiatischen und US-amerikanischen Zuwanderungen geriet die einheimische Bevölkerung in eine Minderheitsposition. Aufgrund eines Volksentscheides wurde Hawaii 1959 fünfzigster Bundesstaat der USA.

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