Anime und Manga Locations auf Japan Reisen entdecken

Manga sind längst ein globales Phänomen, auch wenn ihre Beliebtheit im Heimatland Japan nach wie vor seines gleichen sucht. Kein Wunder also, dass Locations, die in beliebten Anime Filmen und Serien vorkommen auch touristisch vermarktet werden. Fans von Detective Conan, dem Film Your Name (Kimi no Na wa) oder den großartigen Studio Ghibli Filmen stehen bei einer Japanreise viele Möglichkeiten offen, die Orte zu besuchen, welche als Inspiration oder Vorlage für die Fiktionalisierung gedient haben.

Allerdings lohnt es sich eine solche Japan Manga Reise auf den Spuren der persönlichen Lieblingsmangas ein wenig zu planen, denn die Orte liegen meist außerhalb der touristischen Zentren wie Tokyo oder Kyoto. Andererseits erlaubt dies für echte Entdeckungen abseits ausgetretener Touristenpfade.

Nicht jeder Manga hat erkennbare Vorlagen in der realen Welt

Wer zum Beispiel in Japan die Orte sucht, an denen der Studio Ghibli Film Prinzessin Mononoke spielt, der wird enttäuscht werden. Der Hintergrund für die tragische Geschichte ist zwar an japanischer Folklore, dem Shinto Glauben und an japanischen Landschaften ausgerichtet, hat aber kein wirkliches reales Vorbild. Anders sieht es da mit dem letzten großen Manga Filmhit Your Name aus. Der männliche Protagonist Taki Tachibana besucht im Film Hida Stadt in der Gifu Präfektur. Viele Orte, die im Film zu sehen sind, existieren genau so vor Ort, darunter die Bahnstation, die öffentliche Bücherei, ja selbst das Taxiunternehmen, mit dem Taki durch Hida fährt, gibt es wirklich. Seitdem viele Fans nach Hida Stadt kommen, um die Orte aus dem Film zu besuchen, bietet das Taxiunternehmen spezielle Your Name Touren an.

Skyline von Gifu in Japan bei Nacht

Wie Hida Stadt versuchen auch andere Orte von dem mit Mangas und Filmen zusammenhängenden Tourismus zu profitieren, insbesondere in abgelegenen oder touristisch wenig erschlossenen Gegenden. In Nishinomiya Stadt in der Hyogo Präfektur kann man Orte aus The Melancholy of Haruhi Suzumiya besuchen, spezielle Orte aus der Manga TV-Serie Chihayafuru, die das traditionelle japanische Kartenspiel Karuta wieder populär gemacht hat, gibt es zum Beispiel in Awara Stadt in der Fukui Präfektur und Otsu Stadt in der Shiga Präfektur. Ein japanisches Bahnunternehmen hat sogar Themenzüge zur Serie in Dienst gestellt.

Echte Locations aus Your Name in Japan

Die Gosho Aoyama Manga Factory

Die von Gosho Aoyama erfundene Manga-Serie Detective Conan ist eine der weltweit erfolgreichsten Mangas überhaupt. Neben den Manga Heften gibt es Filme, Serien, Computerspiele und alle möglichen weiteren Spin-Offs und Merchandise Artikel. Als Fan der Serie sollte man sich bei einer Japan Reise auf keinen Fall einen Besuch in der Gosho Aoyama Manga Factory in Hokuei Stadt in der mit ihren Dünen und der naturbelassenen Landschaft auch sonst sehr sehenswerten Präfektur Tottori entgehen lassen.

In diesem privaten Museum mit Themenparkelementen dreht sich alles um Detective Conan und erlaubt es jedem, hautnah in diese Welt einzutauchen. Zudem gibt es im angeschlossenen Museumsshop teils exklusive Fanartikel, die nur dort verkauft werden.

Das Studio Ghibli Museum in Tokyo

Studio Ghibli ist heute sicher das international bekannteste Anime Filmstudio. Filme wie Chihiros Reise ins Zauberland, Prinzessin Mononoke oder Die Rote Schildkröte begeistern Millionen und entwerfen faszinierende Welten, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann ziehen. Seit 2001 gibt es in Tokyo auch ein vom Studio betriebenes Museum im Stadtteil Mitaka, in dem jährlich neue Ausstellungen mit Zeichnungen und Szenen aus den Filmen von Studio Ghibli gezeigt wird und das mit vielen weiteren tollen Attraktionen für Groß und Klein aufwartet. Ein echtes Muss für Fans!

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(Artikel: meoki.de – Bilder dank Fotolia (c) mcarutemu & (c) alon)

Wagashi – traditionelle japanische Süßigkeiten im modernen Stil

Sayonara liebe Japan-Freunde! Heute dreht sich hier alles um Wagashi, die traditionellen japanischen Süßigkeiten, die insbesondere zum Tee gereicht werden. Wer also schon einmal das Glück hatte, an solch einer echten japanischen Teezeremonie teilzunehmen, der hat wahrscheinlich auch die Freude gehabt, Wagashi zu probieren. Die kleine Süßigkeit harmoniert besonders gut mit Matcha, dem japanischen Grüntee aus pulverisierten Teeblättern, um den sich bei der Zeremonie alles dreht.

Die dazu gereichten Wagashi mildern die bitteren Noten des Matcha. Traditionell ahmen Wagashi dabei Motive aus der Natur nach – Blüten, Früchte, Nüsse und ähnliches. Dabei gilt: umso ähnlicher die Wagashi der Sache sind, die sie nachahmen, desto gelungener sind sie in den Augen von Kennern. Kein Wunder also, das Wagashi, die poetisch auch als „die Kunst der fünf Sinne„ bezeichnet werden, bis heute zumeist von kleinen Familienunternehmen in Handarbeit hergestellt werden.

Süßigkeiten aus natürlichen Zutaten

Traditionell wurden Wagashi aus einfachen Zutaten zubereitet. Häufig sind dabei Reis oder Bohnenpaste die Grundstoffe. Mit Wasser, Zucker und Agar (in Deutschland häufig auch Agar-Agar genannt), einem hauptsächlich aus Rotalgen gewonnenen Geliermittel, gemischt ergeben sie diese kleinen Köstlichkeiten.

Die besondere Formbarkeit erhalten sie durch die Verwendung des Agar und die Kunstfertigkeit des Produzenten. Ihre bis heute gültige, Naturszenen und Jahreszeiten nachahmenden Formen erhielten sie allerdings erst im 16. Jahrhundert und dem zunehmenden Handel mit China, Portugal und Spanien, der auch Zucker zum ersten mal in das alte Japan brachte, sowie der Verbindung mit dem Sado, der traditionellen Teezeremonie. Vorher wurde die kleine japanische Süßigkeit vor allem mit getrockneten Früchten gesüßt.

Leckere Wagashi zum Matcha Tee

Kinton – Wagashi aus Bohnenpaste im Wechsel der Jahreszeiten

Kinton werden aus verschiedenen Bohnenpasten hergestellt. Der japanische Name der Paste ist „an“ und die Farbe dieses Wagashi Grundstoffs wechselt mit den Jahreszeiten. Zu Neujahr erinnern sie so an frisch gefallenen Schnee, durch den zarte, grüne Triebe sprießen. Um diesen Effekt zu erreichen,werden weißes und grünes „an“ gemischt. Im Frühling hingegen stehen Wagashi aus „an“ ganz im Zeichen der japanischen Kirschblüte und strahlen in zartem Rosa, die den Frühling ganz wörtlich auf den Teller bringen. Mit ähnlichen metaphorischen Effekten wird auch im Sommer und Herbst gearbeitet. Dabei kann die Jahreszeit selbst Thema sein oder der Ausblick auf die jeweils bevorstehende.

Schon seit der Zeit der Samurai, unter denen Wagashi als beliebtes Geschenk galten, sind aber auch Anspielungen auf klassische Literatur, berühmte Haikus (japanische Kurzgedichtform) oder historische Ereignisse und Orte nicht unüblich. Zu dem Genuss der Wagashi tritt der Genuss der Entschlüsselung der Anspielungen oder – in diesem Fall – süß-klebrigen Anekdoten. Diese metaphorische Stellvertreterfunktion der Wagashi wird heute natürlich meist in zeitgenössischer Form angewandt. Top Restaurants und nicht ganz so traditionelle High End Teehäuser reichen heute Wagashi, die zwischen Naturnachahmung, abstrakten Skulpturen oder gar in Form von falschen, häufig im Ganzen essbaren Blumensträußen daherkommen.


Entdecke die köstliche Welt der japanischen Wagashi – von traditionellen Klassikern bis zu brandneuen Kreationen. Mit dieser inspirierenden Sammlung von Rezepten vom talentierten Yamashita Masataka. Das umfangreiche und schön aufbereitete Werk „Wagashi: Little Bites of Japanese Delights“ ist für rund 20 Euro bei amazon erhältlich.


Wagashi und Popkultur – eine natürliche Verbindung

Sieht man sich die Verwendung von Wagashi an – egal ob in der traditionellen Form oder in ihrer High-End Ausführung in zeitgenössischen Restaurants – so ist der Schritt zur Popkultur beinahe logisch. Wenn man Popkultur als eine symbolische Formsprache betrachtet, deren Bedeutung von „Eingeweihten“ geteilt wird, so sind Wagashi in Form von Anime Charakteren ebenso mit Anspielungen saturiert und haben dieselbe anekdotische Funktion, wie traditionelle Wagashi, die sich auf Stellen oder Epen der klassischen Literatur beziehen. In Japan selbst sind daher knallbunte Wagashi beliebter Animefiguren heute keine Seltenheit, werden diese doch von einer jungen Zielgruppe begehrt.

Natürlich kann man diese Anspielungen auch über den Rahmen der japanischen Popkultur erweitern und kleine Darth Vader – Star Wars Wagashi herstellen. Der Fantasie sind diesbezüglich keine Grenzen gesetzt und trotz der Verbindung zweier kulturell so unterschiedlichen Elemente bleibt die Grundfunktion der Wagashi als Metapher für etwas zu stehen voll erhalten. Ein Trend in japanischen Sushi Bars sind Wagashi in Sushi Form, die fast nicht von echtem Sushi zu unterscheiden sind und dem Gast ein überraschendes Geschmackserlebnis bescheren.

Traditionelles Handwerk und Einfluss auf die europäische Haute Cuisine

Wie schon eingangs angesprochen werden die kleinen japanischen Süßigkeiten bis heute hauptsächlich von kleinen Familienunternehmen und Wagashi-Meistern in Handarbeit hergestellt. Heute gibt es in Japan rund 80.00 Wagashi Produzenten. Die echten Meister ihres Faches beherrschen dabei nicht nur die jeweiligen Geschmäcker der Wagashi, sondern sind echte Künstler und erschaffen wundervolle Kreationen, die ausgewogen Geschmack, Design und Farbe zu einem Erlebnis für alle Sinne zusammenführen.

Die Japaner haben sogar ein eigenes Wort für die hohe Kunst der Wagashi Produktion: „kogei gashi“ (in etwa: Kuchenkunst). In den letzten Jahren hat sich auch der Austausch mit der gehobenen europäischen Küche intensiviert. Nicht nur arbeiten einige Pâtissiers in Frankreich inzwischen auch mit Bohnenpaste und Reis, den traditionellen Grundstoffen für Wagashi, sondern es wird auch vermehrt mit den Aromen von Matcha, Yuzu (japanische Zitrusfrucht) und anderen traditionelle japanischen Zutaten experimentiert.

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(Artikel: meoki.de – Artikelbilder: Fotolia dank Edward und yonibunga)

Sake trinken wie in Japan – Reiswein stilecht genießen

Zu den traditionellen japanischen Alkoholsorten zählt vor allem der Reiswein Sake. Dieser wird vermutlich seit Beginn des Anbaus von Nassreis im 3. Jahrhundert v. Chr. hergestellt. Im Laufe der Zeit etablierte er sich unter anderem im japanischen Adel als Hofgetränk und erfreute sich einer großen Beliebtheit.

Diese ist heute immer noch vorhanden. Rund vier Prozent des japanischen Konsums von Alkohol werden über Sake abgedeckt. Allerdings ist diese Tendenz in den letzten Jahren rückläufig. Das ist Grund genug für die Hersteller von Sake, das Traditionsgetränk neu zu erfinden und so wieder attraktiver für alle Generationen zu machen. Entsprechend vielseitig gestaltet sich das Produktangebot in diesem Bereich mittlerweile. Im folgenden Artikel findet sich eine Übersicht über die aktuellen Trends in diesem Bereich und Sake-Sorten.

Die traditionelle Herstellung von klassischem Sake

Bis hin zu den heutigen Trends wie dem Mozart Sake ist es ein weiter Weg. Klassisch basiert Sake auf den Zutaten Reis, Hefe und Wasser. Die Qualität der verwendeten Zutaten hat einen großen Einfluss darauf, wie hochwertig das Endprodukt der Sake-Herstellung ausfällt. Der Reis wird dafür gedämpft, anschließend in mehreren Arbeitsschritten gegärt und mit Zusätzen wie Hefe, Reis, Wasser, einem Schimmelpilz und Milchsäure versetzt. Die Prozesse rund um die Gärung nehmen rund sechs Wochen Zeit in Anspruch, die anschließende Reifung noch einmal sechs bis zwölf Monate.

Herstellung von klassischem Sake

Die Modernisierung der Sake-Sorten bis zum Mozart Sake

Allerdings weichen einige Hersteller zur Modernisierung des Sake mittlerweile von dieser klassischen Methodik ab oder ergänzen diese um zusätzliche Faktoren. Ein ganz bekannter Trend ist der sogenannte Mozart Sake. In der Stadt Kitakata in Fukushima reift der Sake unter der Beschallung mit Musik von Mozart. Daher hat dieser spezielle Sake auch seinen Namen. Diese auf den ersten Blick absurd wirkende Maßnahme hat einen triftigen Grund: Unter der Beschallung wird die Aktivität der Hefe gefördert. Das wiederum führt zu einem milderen Geschmack und reduzierten Bitterstoffen. Entsprechend hat diese Modifizierung der Herstellungsmethoden tatsächlich konkrete Auswirkungen auf das Endprodukt.

Eine weitere Abwandlung der klassischen Sake-Sorten ist der Space Sake. Dieser hat seinen Namen daher, dass ein Teil seiner Zutaten bereits im Weltall war. Es handelt sich dabei um die Hefe, die mit einer russischen Rakete in den Weltraum befördert wird und dort acht Tage verbringt. Das Resultat ist ein besonders fruchtiger Geschmack. Ein weiteres Beispiel dafür ist Sake, der in Flaschen abgefüllt und für ein halbes Jahr in 20 Metern Meerestiefe gelagert wird. So wird der Geschmack milder.

Die Revolution der Sake-Sorten bis zum Mozart Sake

Allerdings hat sich nicht nur die Herstellung verändert, sondern auch der Serviervorgang. Gewöhnlich wird Sake heiß oder kalt serviert. Derzeit erleben Sake auf Eis oder mit Soda jedoch einen neuen Höhepunkt. Besonders beliebt ist Sake mit Kohlensäure. Dadurch erinnert er von seiner Konsistenz an Champagner und kann mit seinem niedrigen Alkoholgehalt gut getrunken werden. Gerade unter Frauen ist dieses Getränk äußerst beliebt

Ginjo Sorten und andere Besonderheiten

Grundsätzlich gibt es nicht nur einen einzigen Sake. Dieser unterteilt sich in viele verschiedene Sorten, die alle ihre individuelle Charakteristik haben. Der überwiegende Teil wird in Standardqualität gefertigt und nennt sich Futsu-shu. 80 Prozent des Sake sind dieser Sorte zuzuordnen. Junmai-shu und Honjozo-shu sind Sorten, bei denen die verwendeten Reiskörner mindestens 30 Prozent ihres Volumens beim anfänglichen Polieren verlieren. Entsprechend ist die Qualität höher als bei gewöhnlichem Sake. Junmai Ginjo-shu und Ginjo-Shu sind Reiswein-Sorten, bei denen mindestens 40 Prozent Volumen beim Polieren verloren gehen. Bei Junmai Daiginjo-shu und Daiginjo-shu sind es sogar mindestens 50 Prozent.

Und auch bei diesen Standardsorten hört die Vielfalt nicht auf. Grundsätzlich variieren die Hersteller an drei verschiedenen Stellschrauben: am Geschmack, dem Alkoholgehalt und daran, wie trocken oder lieblich er ausfällt. Tendenziell wird der Geschmack mittlerweile fruchtiger, die Beschaffenheit eher trocken. Im Hinblick auf den Alkoholgehalt gibt es Sorten, die weniger Alkohol haben, beispielsweise Futsuu-shu. Aber auch zusätzlicher Alkohol kann dem Sake beigegeben werden. So gibt es in jeder Hinsicht viel Abwechslung – und das nicht nur aufgrund der Tatsache, dass rund 90 verschiedene Reissorten für die Herstellung des Sake infrage kommen. Stattdessen werden auch die Sake-Herstellung und die Ausgestaltung weitaus vielseitiger und dadurch moderner.

Viele weitere Informationen, Tipps, Fotos und Videos aus dem Land der aufgehenden Sonne findest Du in unserem Japan Blog.

(Artikel: meoki.de – Bilder dank Fotolia von L.tom & Nishihama)

Japanisches Horoskop: Von Maus bis wilder Tiger

Im japanischen Horoskop gibt es zwölf Tierkreiszeichen, die abhängig vom Jahr der Geburt zugeordnet werden. Zwölf Tiere sind bewusst ausgewählt worden, weil diese Tiere bestimmte Eigenschaften symbolisieren.

Es gibt mindestens zwei Versionen über die Entstehungsgeschichte des japanischen Horoskops und die dazu gehörende erste Platzierung des Tierkreiszeichens Ratte. Jeder Leser mag für sich selbst entscheiden, welcher Fassung er glauben schenken mag. In der ersten historischen Entwicklungsgeschichte wurde in Buddhas Namen ein Wettstreit organisiert, an dem alle Tiere teilnehmen durften. Nur die zwölf besten Tiere, die am schnellsten am anderen Ufer ankamen, sind für das japanische Horoskop ausgewählt worden. Erstaunlicherweise lagen kleine Tiere wie die Ratte auf den ersten Plätzen, sodass Zweifel an der Platzierung aufkamen. Die Ratte soll einen Büffel als schwimmendes Transportmittel benutzt und sich später durch einen Sprung an das Ufer den Sieg gesichert haben. Auch andere kleine Tiere haben sich durch List und Erfindungsreichtum führende Plätze gesichert.Zwölf Tiere des chinesischen Horoskop

Der zweiten Legende nach hat der Jadekönig zwölf Tiere in den Himmel befohlen. Der Jadekönig wollte diese Tiere sehr gerne in der Realität sehen und berühren. Nach den Einladungen haben die Tiere etwas für den König vorgeführt, die Flöte spielende Ratte ergatterte den ersten Platz und nahm sich wieder den Büffel als Bühne für den Vortrag.

Japanisches Horoskop – der Mondkalender und das Mondjahr

Im Mondkalender werden die unterschiedlichen Phasen des Mondes verfolgt und für das Horoskop ausgewertet. Die Astrologie ist für Experten des Fachgebiets interessant und auch für alle Neueinsteiger, die offen sind für neue Erfahrungen. Sie besteht aus einem System, dass Elemente der Wahrsagerei enthält und nicht immer werden alle Details wissenschaftlich belegt. Freunde der Astrologie benutzen Sie zum Beispiel als Vorschau auf zukünftige Ereignisse

Während ein positives Horoskop die Betroffenen beflügeln kann, besteht bei einem negativen Horoskop die Gefahr, dass durch diese ungünstigen Prognosen zusätzliche Ängste entstehen. Der japanische Tierkreis basiert auf dem Mondjahr und dem Mondkalender, die Natur spielt also eine wichtige Rolle bei der Erstellung der Horoskope. Der solare Kalender hat den Mondkalender im Laufe der Zeit abgelöst. Einige Japanische Tempel sind noch heute mit astrologischen Tierkreiszeichen oder religiösen Verzierungen geschmückt. Hier ein Blick auf einige der zwölf japanischen Tierkreiszeichen.


Empfehlenswerte Lektüre: Was der Mond uns über unsere Männer, Frauen, Liebsten, Kinder und über uns selbst verrät – das und vieles mehr erfährt man im großen Buch der chinesischen Astrologie (für circa 10 Euro bei amazon). Autorin Theodora Lau gibt einen Einblick in die chinesische Astrologie und beschreibt detailliert die 12 chinesischen Tierkreiszeichen sowie ihre jeweiligen Persönlichkeiten.

 


Die 12 Tierkreiszeichen im Jahr des Feuerhahns

Wie sie es geschafft hat, ist umstritten, aber auf dem ersten Platz findet man die kreative Ratte. Wer zu diesem Tierkreiszeichen gehört wird als charmant, großzügig und fantasievoll beschrieben. Alle 12 Jahre ist das Jahr der Ratte, 2020 ist es wieder soweit. Blau, Gold und Grün passen aus der Sicht der japanischen Astrologen gut zu der Ratte und die Zahlen Zwei oder Drei.

Die 12 Tierkreiszeichen im Jahr des FeuerhahnsWer zum Tierkreiszeichen Ratte gehört, hat meistens eine optimale Beobachtungsgabe und ist sehr kreativ. Als freundliche Menschen sind sie im Beruf kommunikativ und besonders in kreativen Berufen wie Musiker, Schauspieler oder Schriftsteller erfolgreich. Das Tierkreiszeichen der Ratte bedeutet, dass diese Menschen in vielen Fällen sportlich sind und einen Sinn für die gesunde Ernährung haben, deshalb besitzen sie viele Widerstandskräfte gegen Krankheiten. Ochsen, Drachen und Kaninchen passen im Freizeitbereich zum Charakter der Ratte, zu den prominenten Ratten gehören der Rapper Eminem oder Prinz Charles.

Der Drache und das Kaninchen: Zwei ungleiche Kandidaten

Der Drache hat Platz fünf bei den japanischen Tierkreiszeichen und zu den Glückszahlen gehören 1, 6 und 7. Bruce Lee und Wladimir Putin gehören im Tierkreiszeichen zu den Drachen. Das nächste Jahr des Drachen ist 2024, das Letzte war 2012.

Der Drache gehört zu den größten Tieren im japanischen Tierhoroskop, sie solle sehr dominant und ehrgeizig sein. Neuen Herausforderungen sehen sie positiv gegenüber und zusammen mit der Durchsetzungskraft gelangen sie relativ schnell an ihr Ziel. Das kleine Kaninchen hat es ebenfalls unter die Top 12 geschafft, sogar auf Platz vier, also einen Platz vor den Drachen. Die Glückszahlen des Kaninchens lauten 3,4,6. Menschen mit diesem Tierkreiszeichen sollen ruhig und besonnen sein sowie sehr gerne Verantwortung übernehmen. Solche Persönlichkeiten gehen mit einem sanften Lächeln durch das Leben, Prominente wie Brad Pitt gehören zu dieser Kategorie.

Der stolze Hahn hat 2017 sein Jahr als japanischer Feuerhahn

Nur alle 12 Jahre passiert es und 2017 ist es endlich soweit: Der Hahn hat als Feuerhahn sein spezielles Jahr vor sich! Jedes Geburtsjahr ist zusätzlich mit einem der Elemente verbunden und das Jahr 2017 gehört zu dem Element Feuer. Sängerinnen wie Britney Spears gehören zum Tierkreis Hahn, aber aufgrund des Geburtsjahres nicht zum Element Feuer. Zu den Glückszahlen gehören die Zahlen 5,7 oder 8 und Glücksfarben wie Braun oder Gelb. Im Jahr des Hahnes stehen die astrologischen Zeichen besonders günstig, sie können durch aktives und besonnenes Handeln positiv beeinflusst werden. Der Affe hingegen gehört zu den verspielten Tierkreiszeichen und in Kombination mit ihrer Schlagfertigkeit lösen Affen Probleme in kürzester Zeit.

(Artikel: meoki.de | Bilder: Fotolia dank pacharada, sushkonastya und Gabriella88)

3 Japanische Glücksbringer und ihre Bedeutung

Japanische Glücksbringer sind auch in Deutschland sehr beliebt. Sie eignen sich als Spielzeug, Dekoration oder Geschenke. Alle haben eine lange Tradition und sind auch über die Grenzen Japans bekannt. Im Folgenden werden drei Glücksbringer vorgestellt.

Bei einem Daruma handelt es sich um einen Glücksbringer, der aus Pappmaché besteht und mit Gewichten beschwert wird, damit er nicht umfallen kann. Er soll damit Mut machen, sich wieder aufzurichten, wenn man einmal hinfällt. Er wird oft mit den japanischen Schriftzeichen für „Glück“ oder „Erfolg“ versehen.

Winke Winke Winkekatze

Die Winkekatze wird auch Manekineko genannt. Sie ist das wohl bekannteste Symbol Japans. Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um eine Katze und zwar eine aufrecht sitzende, die mit der linken oder rechten Tatze winkt. Man findet sie in den Ursprungsländern vor allem in Eingängen und Türbögen. Das können Läden, Restaurants oder Bordelle sein. Mit dem Winken sollen sie die Kunden anlocken und außerdem finanzielles Glück bringen.

Winkekatzen lassen sich in diversen Ausführungen & Größen ab circa 7 € bei Amazon bestellen.

Japanische Winkekatzen als Glücksbringer

Kokeshi Puppen und Japanese Dolls als Glückbringer

Ein Kokeshi ist ein Spielzeug, das auch gern als Glücksbringer verwendet wird. Es stellt eine Mädchenfigur her, die aus Holz gedrechselt wurde. Die Figur ist aber stark vereinfacht dargestellt, also sie hat nur einen runden Kopf und einen schmalen Körper. Arme oder Beine fehlen hier grundsätzlich. So können aber kleine Kinder die Figuren besser greifen und wie eine Rassel hin- und herschwingen. Dafür können aber bei manchen Kokeshis die Köpfe bewegen, was vor allem bei Kindern sehr gut ankommt. Die Stadt Sendai wird als Hauptstadt der Kokeshis angesehen, wobei sie natürlich auch in vielen anderen Städten hergestellt werden.

Kokeshi Puppen und Japanese Dolls

Falls der Glücksbringer ein kleines Geschenk an die Liebste sein soll, dann haben wir hier noch 20 japanische Sätze der Liebe abrufbereit. Hilft bestimmt das Ganze noch persönlicher & authentischer zu machen 🙂

(Artikel: meoki.de | Bilder: Fotolia 102052315 von hunterkitty. Winkekatzen: Peggy_Marco Pixabay)

Die 20 wichtigsten Sätze der Liebe auf Japanisch

In Japan ist Weihnachten die Zeit der Pärchen. Mit den folgenden 20 japanischen Sätzen drücken Japaner ihre Zuneigung zueinander aus. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit.

  • Suki! (好き!) – Ich mag Dich!
    Sie haben jemanden kennengelernt und möchten ihm sagen, dass Sie für ihn mehr als nur Freundschaft empfinden, drücken Sie hiermit Ihre Gefühle aus.
  • Aishiteru. (愛してる。) – Ich liebe Dich!
    Ist die Steigerung von Suji und drückt aus, dass Sie Ihren Partner lieben.
  • De-to ni Ikou!/Asobi ni Ikou! (デートに行こう!/遊びに行こう!) – Möchtest Du mit mir ausgehen?
    Wenn Sie mit Ihrem Gegenüber mehr Zeit verbringen möchten, sind diese Worte genau das Richtige.
  • Futari de Ikou! (二人で行こう!) – Lass uns gemeinsam etwas Zeit verbringen!
    Hiermit erklären Sie, dass Sie mehr Zeit mit Ihrem Partner alleine verbringen möchten.

Wer auf der Suche nach einem Buch ist, das für das Selbststudium geeignet ist, sollte sich das Lehrbuch „Japanisch, bitte!„anschauen. Einfach und in kleinen Portionen beschrieben. Japanisch ist eine schwere Sprache und man sollte sich dafür genügend Zeit nehmen. Dieses Japanisch-Lehrbuch erschlägt einen nicht sofort mit Informationen. Dazu gibt es 2 Audio-CDs. Hier gehts zu Japanisch, bitte! – Nihongo de dooso dass für rund 30 Euro erhältlich ist.


Sprüche für Pärchen in Japan

Sprich den Partner mit dem Vornamen an! Auch in Japan spricht man die Menschen mit dem Nachnamen an. Empfinden Sie für die Person mehr als Freundschaft, können Sie dies damit ausdrücken, wenn Sie ihn mit dem Vornamen ansprechen.

  • Issho ni Itai! (一緒にいたい!) – Ich möchte meine Zeit mit dir verbringen!
    Hiermit bekunden Sie, dass Sie mehr private Zeit mit der Person verbringen möchten. Sie drücken damit auch aus, dass Sie mehr als nur eine Freundschaft möchten.
  • Issho ni Iru to Hotto suru/Anshin Suru. (一緒にいるとほっとする/安心する) – Ich fühle mich sicher wenn ich bei dir bin.
    Hiermit drücken Sie aus, dass Sie sich in der Gegenwart des Partners wirklich wohl fühlen.
  • Issho ni Iru to Tanoshii! (一緒にいると楽しい!) – Ich genieße die Zeit mit dir!
    Sagen Sie dies, wenn Sie sich in der Gegenwart des anderen wirklich wohl fühlen.
  • Daiji ni Shitai. (大事にしたい。) – Ich schätze dich.
    Hiermit drücken Sie aus, wenn Ihnen in der Beziehung alles ein wenig zu schnell geht und Sie mehr Zeit benötigen.
  • Ga Inai to Samishi. (~がいないとさみしい。) – Ich fühle mich so einsam ohne dich!
    Sie sagen hiermit, dass Sie die andere Person vermissen und sich einsam fühlen.
  • Te wo Tsunagou! (手をつなごう!) – Lass uns Händchen halten.
    Wenn Sie mit Ihrem Partner Händchen halten, drücken Sie damit eine innige Beziehung aus.

Die große Liebe auf japanisch repräsentieren

  • Hug Shiyou/Dakishimetai. (ハグしよう/だきしめたい) – Lass dich drücken/Ich möchte dich halten.
    In Japan ist es auch unter Freunden nicht üblich wenn man sich in den Armen hält. Dauert die Umarmung länger als 5 Sekunden, zeigen Sie damit Ihre romantische Ader.
  • Kiss Shitai/Kiss Shiyou. (キスしたい/キスしよう) – Ich möchte dich küssen/Lass uns küssen!
    Wenn sich die Menschen in Japan küssen, drückt man hiermit eine innige Beziehung aus.
  • Tsukiaou! (付き合おう!) – Lass uns ausgehen!
    Dieses Wort wird immer bei einem Paar verwendet und bedeutet, dass Sie sich in einer ernsthaften Beziehung befinden.
  • Kappuru desu. (カップルです。) – Wir sind ein Paar.
    Hiermit zeigen Sie, dass Sie ein Paar sind. In manchen Restaurants und an bestimmten Tagen bekommen Sie als Paar besondere Rabatte.
  • Mamoritai. (守りたい。) – Ich möchte dich beschützen.
    In der japanischen Kultur hat dies eine große Bedeutung und zeigt, dass Sie Ihren Partner beschützen möchten.
  • Shoukai shitai. (紹介したい。) – Ich möchte dir jemanden vorstellen.
    Wenn Sie Ihren Partner in Japan jemanden vorstellen, hat dies eine große Bedeutung und zeigt, dass sie zusammengehören.
  • Hoteru Ikou. (ホテルいこう。) – Lass uns in ein Hotel gehen.
    Wenn Sie in Japan mit Ihrem Partner in ein Hotel gehen möchten, ist sofort klar was passieren wird. Hiermit sagen Sie aus, dass Sie mehr als nur Freundschaft möchten.
  • Sawatte Ii? (さわっていい?) Darf ich dich berühren?
    Mit der Frage ob Sie die andere Person berühren dürfen, drücken Sie aus, dass Sie eine Beziehung eingehen möchten. Die Zustimmung ist besonders wichtig.
  • Kekkon shiyou! (結婚しよう!) – Heirate mich!

Hiermit gelangen Sie, hoffentlich, zur Krönung einer jeden Beziehung. Viel Erfolg!