Brandenburg und Berlin an einem Wochenende entdecken

Brandenburg wird nicht ganz unbegründet zu den schönsten Bundesländern Deutschlands gezählt, da es hier viele Ausflugsziele gibt, die bequem mit dem Zug erreichbar sind. Ein preiswertes Wochenendticket ist dabei ideal, um Brandenburg und auch die deutsche Hauptstadt Berlin näher kennen zu lernen.

In Brandenburg wechseln sich Wälder, saftige Wiesen, fruchtbare Felder, Seen- und Flusslandschaften ab, weshalb das Bundesland zu den meistbesuchten Naherholungsgebieten unseres Landes gehört. Ein Wochenendticket ist dabei ideal, um das über 29.000 Quadratkilometer große Bundesland, das auch Berlin umgibt, kostengünstig zu durchqueren. Neben der Bahn können Fahrgäste auch alle anderen öffentlichen Verkehrsmittel, wie U- und S-Bahnen, Straßenbahnen und Busse nutzen, um auch am Wochenende äußerst flexibel zu sein. Brandenburg ist für zahlreiche Naturschutzgebiete bedeutend, von denen das Biosphärenreservat ein außerordentlich reizvolles Ausflugsziel ist.

Gute Ausgangspunkte sind die Orte Lübben und Lübbenau, die südöstlich von Berlin liegen und von wo aus Kanu- und Wandertouren durch die einzigartige Urwaldlandschaft führen. Ein weiteres bedeutendes Bahnreiseziel ist das Schiffshebewerk Niederfinow, wo Interessierte hautnah erleben können, wie Boote und Schiffe den Oder-Havel-Kanal passieren und die Anlage einen gewaltigen Höhenunterschied von 36 Metern ausgleicht.

Die Hauptstadt von Brandenburg kennenlernen

Potsdam gehört zu den bedeutenden Weltkulturerbestätten in Deutschland, weshalb die Stadt ein echtes Highlight für Bahnreisende ist. Erstes Anlaufziel ist das prunkvolle Schloss Sanssouci, das, neben anderen Palästen, in eine wundervolle Parkanlage eingebettet ist. Eine Besichtigungstour lohnt sich, um die Außenfassade, die im Stil des Rokoko gestaltet wurde, aus nächster Nähe zu Gesicht zu bekommen.

Brandenburg ohne sein Schloss Sanssouci - unvorstellbar

Brandenburg ohne sein Schloss Sanssouci – unvorstellbar

Hinter dem Schloss schließen die Weinbergterrassen an, bevor Besucher das ebenso beeindruckende Neue Palais erreichen. Der riesige barocke Palast wird von einer Kuppel gekrönt und offenbart schmuckvolle Säle, die mit Wandmalereien, Marmor und Stuckarbeiten verziert sind. Am Alten Markt, der der Mittelpunkt von Potsdam ist, treffen Bahnreisende auf die St. Nikolaikirche, die mit Säulen und einer gewaltigen Kuppel versehen ist. Einkaufsmöglichkeiten bieten das Holländische Viertel, wo Shoppingfans mit Sicherheit das Passende finden.

Wer Lust hat, stattet auch dem nahegelegenen Filmpark Babelsberg einen Besuch ab, um in die Film- und Fernsehwelt einzutauchen. Hier können Besucher diverse Filmsets und Außenstudios bekannter Fernsehserien besichtigen, ein 4D-Actionkino besuchen und an Autogrammstunden teilnehmen. Die Atmosphäre, die sich Urlaubern hier bietet, ist einfach gigantisch und ein bleibendes Erlebnis.

Der nahe gelegene Filmpark Babelsberg

Berlin – Sightseeing- und Shoppingtouren erleben

Berlin ist bei einem Wochenendticket, mit dem das Bundesland Brandenburg komplett bereist werden kann, natürlich inbegriffen und für Urlauber, die Shopping und Sightseeing unter einen Hut bringen möchten, ein uneingeschränktes Muss. Die deutsche Hauptstadt offenbart eine Menge Sehenswürdigkeiten, die mit einem typischen Doppeldeckerbus, zu Fuß und per Boot besichtigt werden können. Da Berlin von der Havel durchquert wird, bieten sich Dampferfahrten geradezu an, um die Metropole einmal ganz anders zu betrachten. Viele Highlights, wie der Berliner Fernsehturm, sind vom Wasser aus sehr gut sichtbar.

Vom Regierungsviertel bis Großer Tiergarten

Vom Regierungsviertel bis Großer Tiergarten

Entlang des Ufers reihen sich jedoch auch das Regierungsviertelder Berliner Dom und der Große Tiergarten aneinander, die zu einem Zwischenstopp locken. In Berlin ist es vollkommen egal, ob man die Museumsinsel besucht oder die berühmte Straße Unter den Linden entlang schlendert, wo Urlauber der Neuen Wache, der Staatsoper oder dem Zeughaus begegnen. Das Brandenburger Tor, das sich einst auf der ost- und westdeutschen Landesgrenze befand, stellt ein ebenso lohnenswertes Reiseziel dar, weshalb das symbolträchtige Bauwerk von zahllosen Touristen besucht wird. Originelle Cafés und Restaurants, die sich entlang des Spreeufers säumen, locken mit Berliner Spezialitäten und laden zu einem Imbiss unter freiem Himmel ein. Einkaufen ist in der Millionenmetropole ebenfalls möglich und für Shoppingliebhaber überaus lohnenswert.

Beste Adressen sind der Alexanderplatz, die Friedrichstraße und der Kurfürstendamm, der das riesige Kaufhaus des Westens besitzt, das auch einfach nur KaDeWe genannt wird. Wer die Chance hat, mit einem Wochenendticket quer durch Brandenburg zu fahren, wird wirklich unterhaltsame Tage erleben, die mit Einkaufs- und Besichtigungstouren gespickt sind. Weitere Reiseideen und Tipps für Deinen Trip durch Deutschland, findest Du in unserer Rubrik Reisen & Urlaub.

Checkpoint Charlie – Berlin’s berühmter Grenzübergang

Der „Checkpoint Charlie“ in Berlin: Relikt des Kalten Krieges, wohl bekanntester Grenzübergang und Schauplatz von Spionage-Thrillern. Heute ist der Checkpoint Charlie ein beliebtes Ausflugsziel und Touristen-Attraktion in Berlin-Mitte.

Die Atmosphäre des Kalten Krieges war an kaum einen anderen Ort so frostig wie hier in der Friedrichstraße. Diplomaten, Militär, Funktionäre und andere wichtige Menschen zur damaligen Zeit, passierten den Kontrollpunkt Checkpoint Charly von Ost nach West. Neben der Glienicker Brücke war der einstige militärische Kontrollpunkt Checkpoint Charlie wohl der bekannteste Grenzübergang in Berlin.

Auch wenn die Berliner Mauer längst verschwunden ist und die original Kontrollbaracke und Wachtürme durch Nachbauten ersetzt wurden, pilgern dennoch jährlich große Besucherscharen zur heutigen Attraktion. Der Checkpoint war auch Schauplatz tragischer Fluchtversuche, das Mauermuseum in unmittelbarer Nähe dokumentiert zahlreiche davon und zeigt verschiedene Fluchtobjekte.

Checkpoint Charlie heute (Video)

Heute erinnern eine eindrucksvolle Installation des Künstlers Frank Thiel und eine Tafel an den einstigen Grenzübergang und Touristen können für ein Foto vor dem Kontrollhäuschen posieren. In unmittelbarer Nähe befindet sich außerdem das Mauermuseum (Museum Haus am Checkpoint Charlie), das auf dem Mittelstreifen in der Friedrichstraße wieder einen Nachbau des ersten Kontrollhäuschens der Alliierten aufstellen ließ. Weitere Urlaubsideen und Tipps für Deinen nächsten Reisetrip findest Du in unserer Rubrik Reisen & Urlaub.

(Artikel: meoki.de | Bild: pixabay cocoparisienne)

Spreepark Berlin – zu Besuch im stillgelegten Freizeitpark

Wir waren zu Besuch im Spreepark Berlin, einst einziger Vergnügungspark der DDR, heute durch die Überreste alter Fahrgeschäfte & Attraktionen beliebter Foto-Spot in Deutschland.

Der Spreepark Berlin liegt im Norden des Plänterwaldes im Bezirk Treptow-Köpenick. Die große Eröffnung wurde 1969 gefeiert, damals trug er allerdings den Namen Kulturpark Plänterwald eröffnet und war der einzige Freizeitpark der ehemaligen DDR. Nach der Wende gingen die Besucherzahlen zurück, daran änderte auch eine große Neugestaltung des traditionsreichen Freizeitparks nichts.

Seit der Insolvenz des Betreibers und der endgültigen Schließung im Jahre 2002 liegt das Gelände brach. Einige Jahre später erlebte der Spreepark eine popkulturelle Mythisierung: Der verlassene Ort wurde zur Kulisse für Musikvideos wie von Berliner Rapper Sido „Ein Teil von mir“ und sogar Hollywood-Blockbuster wie „Hanna“.

Altes Fahrgeschäft „Tassenfahrt“ im Spreepark Berlin

Die Natur erobert den Spreepark zurück

Wir waren vor einigen Monaten zu Besuch in Treptow-Köpenick (Berlin) und konnten uns auch einen Eindruck vom besagten Freizeitpark „Spreepark“ verschaffen. Es war interessant zu sehen wie die Natur dieses Gebiet Stück für Stück zurück erobert. Bei diesem Anblick musste man unweigerlich an die Bilder des verlassenen Freizeitpark von Pripjat denken – der kleinen Stadt neben dem Atomkraftwerk Tschernobyl.

Riesenrad im stillgelegten Freizeitpark Berlin

Riesenrad im stillgelegten Spreepark

Mit dem Santa Fe-Express durch den stillgelegten Freizeitpark

Der Santa Fe-Express führt regelmäßig Besucher durch das verlassene Gelände, die ehemalige Parkbahn wurde im Jahr 2011 durch fleißige Helfer wieder zum Leben erweckt und dreht seitdem seine Runden durch den Spreepark – leider nicht an jenem Tag, als wir zu Besuch waren. Bilder sagen mehr als tausend Worte ─ deswegen folgt an dieser Stelle ein Video aus dem Spreepark Berlin.